Suche
Registrieren

Mobilitätsanbietern den Rücken freihalten

Kay Dallmann
17.05.2020 | 3 minutes
Die Verkehrswende rückt immer näher

Die Verkehrswende rückt näher

Ungefähr im Jahr 2030 wird in Großstädten mehr als die Hälfte der Menschen nicht mehr mit dem eigenen Auto fahren, sondern sich jeden Tag aufs Neue alternative Transportmittel suchen. Das prognostiziert das Marktforschungsinstitut Kantar in seiner Studie „Mobility Futures: 2030 Forecast“. Das zeigt auch: Die Bereitschaft, Autos und andere Fahrzeuge zu leihen statt selbst zu besitzen, wächst. Dazu passt, dass generell, nicht nur bei Fahrzeugen, der Trend zur Abonnement-Ökonomie geht – also konsumieren statt kaufen, nutzen statt besitzen.

Derzeit gib es viel Bewegung und Innovation im Mobilitätssektor. Angebote für Shared Mobility kommen und gehen, Anbieter schließen sich zusammen, so manches Preis- oder Nutzungskonzept wird regelmäßig angepasst. Im Zentrum steht (noch) das Carsharing-Geschäft. Daneben boomt auch die Mikromobilität als Alternative zum Auto, vor allem in den Städten – in Gestalt von E-Scootern oder elektrischen Leichtfahrzeugen wie Vespas oder Mopeds, zusätzlich zu den längst etablierten Leihfahrrädern.

Alternative Lösungen

Zwar sorgt seit März die Corona-Pandemie für tiefe Einschnitte im Shared-Mobility-Sektor. Manche E-Scooter-Verleihe oder Sammeltaxi-Betreiber zogen sich zeitweilig aus dem Markt zurück oder schränkten ihr Angebot massiv ein, wie Moia in Hamburg. Andere, wie die Carsharing-Anbieter WeShare oder Miles, stellten ihr Geschäftsmodell um und boten in Berlin etwa Klinikmitarbeitern kostenlose Fahrten mit ihren Autos an. Spätestens seit Kontaktsperren verlängert und Großveranstaltungen bis in den Herbst hinein abgesagt werden, ist klar, dass Corona langfristig das Leben und damit auch die Mobilität prägen wird. So werden vermutlich nicht alle Anbieter den coronabedingten Stillstand überleben, vermutet etwa DIE ZEIT. Hier wird entscheidend sein, wie schnell und umfassend die Nutzer wieder Fahrzeuge und Mitfahrten buchen.

Kapazitäten für das Wesentliche schaffen

So oder so, die Anbieter von Shared Mobility sitzen auf einem riesigen Datenschatz, den es zu heben gilt.

Smart Mobility

Sie können damit neue Services und Produkte entwickeln oder bestehende Angebote weiter verfeinern. Allerdings, so stellt das Consulting-Haus Detecon in seiner Studie „Smart Mobility – Datenstrategie in der Mobilität der Zukunft“ fest, geschieht dies teilweise noch unsystematisch und unstrukturiert. Eine Herausforderung also, die Kapazitäten bindet.

Umso wichtiger ist es, dass die Prozesse hinter den Leihvorgängen zuverlässig und reibungslos laufen.

Gerade in ihrer Frühphase sollten Anbieter von Mobility Services auf externe Partner und deren technische Lösungen setzen.

Informationsplattform für den Mobilitätssektor next-mobility.news

Denn die Vorgänge sind komplex, sie reichen von der Datenerfassung bei der Registrierung über die Risikoprüfung bis hin zum Abrechnungs- und Forderungsmanagement bei Zahlungsausfällen.

Abwicklungsunterstützung für Mobilitätsanbieter

Mit dem Mobility Clearing Service unterstützt Arvato Financial Solutions Mobilitätsanbieter bei der Abwicklung genau dieser Prozesse – für jede einzelne Fahrt. Dabei wird einmal der ganze Zyklus durchlaufen: Von der Registrierung des Kunden inklusive aller wichtigen Nutzerdaten und der darauffolgenden Identitäts- und Bonitätsprüfung über den Vertragsabschluss bis hin zum Zahlungsprozess, wenn die Fahrt beendet ist. Sollte es nötig werden, greifen automatisch Zahlungserinnerungen, Forderungseinzug und schließlich das Inkasso-Verfahren. Außerdem übermittelt das System Nutzungsdaten wie die gefahrenen Kilometer und den neuen Standort an das Flottenmanagement.

Basis ist die Technologieplattform von Arvato, die alle Prozesse verbindet – vom Kundenmanagement bis zu Zahlungsforderungen. Anbieter von Carsharing und andern Mobilitätskonzepten können ihren Kunden weltweit mehr als 300 Zahlarten anbieten oder neue Angebote erstellen.

Nahtlose Integration

Der Mobility Clearing Service integriert Funktionalitäten wie Payment Gateway, Buchhaltung, Abonnementverwaltung, Risikomanagement sowie agiles Mahn- und Inkassowesen. Auch lässt sich die Lösung nahtlos in bestehende Geschäftsökosysteme integrieren.

Damit können sich Shared-Mobility-Anbieter ganz ihrem Kerngeschäft zuwenden, nämlich der Weiterentwicklung ihres Angebots. Arvato kümmert sich um den Rest.

Unsere Mobility Experten

Haben Sie Fragen zum Thema?
Kay Dallmann
Senior VP Accounting

Latest Articles

Teilen macht Freude. Und es freut auch den Geldbeutel. Denn das Private Sharing von Fahrzeugen bedient nicht nur das Bedürfnis nach flexibler und individueller Mobilität. Sondern sorgt auch für Nachhaltigkeit und finanzielle Freiheit.
Warum Private Sharing das Autofahren der Zukunft ist
Sören Steckmest
07.09.2021
4 minutes
Teilen macht Freude. Und es freut auch den Geldbeutel. Denn das Private Sharing von Fahrzeugen bedient nicht nur das Bedürfnis nach flexibler und individueller Mobilität. Sondern sorgt auch für Nachhaltigkeit und finanzielle Freiheit.
Warum ein Auto besitzen, wenn man auch einfach ein Abonnement abschließen kann? Was bereits bei vielen Produkten und Dienstleistungen Standard ist, nimmt auch in der Autobranche immer mehr an Fahrt auf. Nutzen ist das neue Besitzen.
Was Auto-Abos mit der Verlässlichkeit in Finanzprozessen zu tun haben
Sören Steckmest
13.06.2021
3 minutes
Warum ein Auto besitzen, wenn man auch einfach ein Abonnement abschließen kann? Was bereits bei vielen Produkten und Dienstleistungen Standard ist, nimmt auch in der Autobranche immer mehr an Fahrt auf. Nutzen ist das neue Besitzen.
Park- und Ticketing-Apps gehören in Deutschland vielerorts schon zum innerstädtischen Alltag. Digitale Bezahlverfahren bei Parkverstößen sind indes bei weitem noch nicht so verbreitet. Doch es gibt gute Ansätze, um auch hieraus eine echte Customer Journey zu machen.
Smarte Knöllchen: Parkverstösse digital abrechnen lassen
Rudolf Funk
20.04.2021
3 minutes
Park- und Ticketing-Apps gehören in Deutschland vielerorts schon zum innerstädtischen Alltag. Digitale Bezahlverfahren bei Parkverstößen sind indes bei weitem noch nicht so verbreitet. Doch es gibt gute Ansätze, um auch hieraus eine echte Customer Journey zu machen.

Top Articles

Digitale Transformation
Eine hervorragende Grundlage für intensive und fachliche Gespräche. Rund 500 Gäste hatten dazu den Weg ins STATION Berlin gefunden. Meine Kolleginnen und Kollegen waren am Messestand A5 anzutreffen – ich selbst durfte im Rahmen einer Masterclass unser strategisch neu aufgestelltes AQOUNT O2C Operating System vorstellen.
Accounting Summit 2021 – Innovationen, Order-to-Cash und jede Menge Austausch Ein Rückblick
Michael Rogge
04.10.2021
3 min.
Eine hervorragende Grundlage für intensive und fachliche Gespräche. Rund 500 Gäste hatten dazu den Weg ins STATION Berlin gefunden. Meine Kolleginnen und Kollegen waren am Messestand A5 anzutreffen – ich selbst durfte im Rahmen einer Masterclass unser strategisch neu aufgestelltes AQOUNT O2C Operating System vorstellen.
Digitale Transformation
BOPIS, kurz für buy online, pick up in store, als Teil einer modernen Omnichannel-Strategie, wird im E-Commerce notwendig, hat aber aufgrund von Betrug und zusätzlichen Betriebskosten auch einen hohen Preis.
Online kaufen, im Laden abholen ist das "neue Normal"
Jan Florian Richard
28.09.2021
3 min.
BOPIS, kurz für buy online, pick up in store, als Teil einer modernen Omnichannel-Strategie, wird im E-Commerce notwendig, hat aber aufgrund von Betrug und zusätzlichen Betriebskosten auch einen hohen Preis.
Liquidität & Cashflow
Das Zinsniveau in Deutschland ist auf einem historischen Tiefstand. Dies wirkt sich auch auf das Factoring aus. Im Vergleich zum Kontokorrentkredit gibt es hier jedoch viele Zusatznutzen.
Factoring bleibt eine Alternative
Jan Blume
15.07.2021
3 minutes
Das Zinsniveau in Deutschland ist auf einem historischen Tiefstand. Dies wirkt sich auch auf das Factoring aus. Im Vergleich zum Kontokorrentkredit gibt es hier jedoch viele Zusatznutzen.