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Das Innolab

Hallo Vivek, worum handelt es sich beim „Innolab“?

Das Innolab ist ein interner Service Hub am Standort in Baden-Baden. Wir sind ein Team von 7 IT-Spezialisten bestehend aus zwei Senior Software Engineers (außer mir), zwei Mid-Level Software Engineers, einem Product Owner und einem Product Manager. Wir erwarten weiterhin rapide zu wachsen und sind quasi immer auf der Suche nach motivierten und qualifizierten Kolleg_Innen. Bis zum Ende dieses Jahres werden wir mindestens 3 weitere Backend-Engineers, einen DevOps-Engineer und einen Frontend-Engineer einstellen, damit wir volle Produktlebenszyklen als Team abdecken können.

Im Moment arbeiten wir als Team an einem Produkt namens "Agile Dunning".

Bitte erzähle uns mehr über dieses Projekt.

„Agile Dunning“ also auf Deutsch das „agile Mahnwesen“ ist ein Schritt vor dem Inkasso.

Ich denke, ich kann behaupten, dass wirklich niemand gerne in ein Inkassoverfahren verwickelt werden möchte. Die Eintreibung von Forderungen ist in der Regel ein rechtlich aufwendiges Verfahren, das für Endverbraucher immer mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Zudem wirkt sich dieses Verfahren negativ auf den Schufa-Score des Endverbrauchers aus. Der Schufa-Score beschreibt in Deutschland die Kreditwürdigkeit einer Person.

Wenn ein Kunde also in ein Inkassoverfahren verwickelt wird, ist das nicht nur für ihn selbst, sondern auch für das Unternehmen, welches die Forderung einfordert, von Nachteil. Ein Unternehmen verbringt Jahre damit, Vertrauen und Loyalität zu seinen Kunden aufzubauen. Wenn dann ein Kunde ein oder zwei Zahlungen versäumt, wird dieser in ein Inkassoverfahren verwickelt. Die Beziehung, die das Unternehmen im Laufe der Jahre aufgebaut hat, ist ab diesem Moment gestört.

Und hier kommt unser Produkt ins Spiel, das einen solchen Vertrauensverlust zwischen einem Unternehmen und seinen Kunden verhindert.

Wir schaffen das, indem wir Endverbrauchern verschiedene Möglichkeiten anbieten, ihre offenen Rechnungen zu begleichen, bevor es zu einem Inkassoverfahren kommen kann. Wir sagen dem Unternehmen: "Okay, gib uns 6 bis 8 Monate Zeit. Wir werden versuchen das Geld, das euch dieser Kunde schuldet, einzufordern – und das ohne Inkassoverfahren". Und nur wenn wir keinen Erfolg haben, gehen wir als letzten Schritt zum Inkasso.

Die Idee ist, durch einfache Ratenzahlungsoptionen, Zahlungspläne, Kommunikationskanäle, Mahnungen, Benachrichtigungen usw. eine Lösung für den Kunden zu schaffen. Wir machen es dem Kunden so leicht wie möglich, damit er das Geld zurückzahlen kann.

All dies erreichen wir mit einer Vielzahl innovativer Technologien und automatisierter Prozesse, die auf Analysen und Machine Learning basieren. Wir analysieren zum Beispiel, auf welche Art von Kommunikation Kunden am besten reagieren, zu welchem Zeitpunkt Zahlungserinnerungen verschickt werden sollten und welche Zahlungspläne am besten funktionieren. All diese von uns generierten Daten nutzen wir dann, um Kunden-Personas zu erstellen und Zahlungsprozesse auf Kunden, Branchen und Segmente zuzuschneiden.

Letztendlich ist die Beziehung zwischen den beiden Parteien erhalten geblieben und alle sind zufrieden. Das Ergebnis dieses Projekts ist also eine Win-Win-Win-Situation. Für den Endverbraucher, für unsere Auftraggeber und auch für uns.

Mit welchen Technologien arbeitet ihr an diesem Projekt?

Aus technischer Sicht arbeiten wir Cloudbasiert und haben eines der ersten Cloud-nativen Produkte in unserem Unternehmen, da wir Azure von Anfang an als Cloud-Plattform unserer Wahl eingesetzt haben.

Wir verwenden serverlose Architekturmuster und entfernen uns damit von der Microservice-Architektur. Dabei verwenden wir Azure Functions as a Service (FaaS) und serverlose Instanzen von Azure Cosmos DB und Azure SQL Server.

Was habt ihr als Team getan, um die Teamkultur während der Covid19-Pandemie aufrechtzuerhalten oder sogar zu stärken?

Bei Ausbruch der Pandemie hat unser Unternehmen schnell reagiert und uns alle ins Home Office geschickt. Von da an waren wir gezwungen, uns nur noch über Microsoft-Teams-Meetings zu koordinieren und zu kommunizieren.

Um den Teamgeist aufrechtzuerhalten, veranstalten wir täglich ein 30-minütiges Online-Kaffeemeeting, bei der wir Uno spielen. Dabei haben wir eine Cheesecake-Scorecard eingeführt, in der wir die Niederlagen jedes Einzelnen festhalten. Sobald jemand 5 Niederlagen gesammelt hat, muss dieser einen Käsekuchen mitbringen, sobald wir wieder in die Büros zurückkehren.

Natürlich wussten wir zu Beginn nicht, wie lange diese Pandemie andauern würde, und das hat dazu geführt, dass wir jetzt mehr als 30 Käsekuchen in der Pipeline haben *lach*.

Das ist natürlich toll für alle, die von jetzt an dem Team beitreten. Kostenloser Käsekuchen für das nächste Jahr!