„Man spürt ein echtes Interesse an der Person. Das ist sehr sympathisch.“

Kai-Benedikt Frank wechselt als Dualer Student regelmäßig die Abteilungen und Teams. Egal wo er hinkommt, wird er offen aufgenommen. Seit Anfang des Jahres absolviert er ein Auslandssemester in Finnland.

Kai-Benedikt, was gefällt dir an deinem Dualen Studium?

„Was mir von Anfang an aufgefallen ist, ist das gute und persönliche Arbeitsklima. Generell sind die Kolleginnen und Kollegen, auch die, die man nicht kennt, sehr hilfsbereit. Viele haben sich meinen Namen gemerkt und grüßen mich freundlich. Man spürt das ehrliche Interesse an der Person, was sehr sympathisch ist und vieles leichter macht.

Meine Praxiseinsätze verbringe ich im Risk Management. Klasse ist, dass es nur wenige Vorschriften gibt, welche Abteilungen wir besuchen. Wir können Wünsche äußern, selbstständig auf die Kollegen zugehen und fragen, ob es möglich ist, den Einsatz bei ihnen zu verbringen. Diese Möglichkeit, individuelle Schwerpunkte zu setzen, gefällt mir sehr gut.

An der Uni steht und fällt die Vorlesung mit dem Dozenten. Manche sind genial, halten spannende Vorträge und bauen Übungen mit ein. Was das Organisatorische angeht, brauchen wir dualen Studenten uns keine Sorgen machen. Alles ist bestens organisiert, und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unserem Studiengangssekretariat sind sehr hilfsbereit. Sie haben mich zum Beispiel bei meinen Fragen zum Auslandsemester sehr unterstützt.“

Seit Anfang des Jahres bist du nun in Finnland, genauer gesagt in der Kleinstadt Kajaani. Wie gefällt es dir dort?

Sehr gut, auch wenn hier nicht gerade der Bär steppt. Kajaani ist mit knapp 30.000 Einwohnern nicht besonders groß und die Gegend hier in der Mitte Finnlands allgemein relativ dünn besiedelt. Naturliebhaber und Outdoor-Freaks kommen hier voll auf ihre Kosten. Ich wohne am Campus, der direkt am Wald gelegen ist. Ich habe mir jetzt Ski zugelegt, direkt hinter dem Haus beginnt die Langlaufloipe.  

Wie sieht dein Programm an der Uni aus?

Ich besuche insgesamt vier Vorlesungen. Besonders toll fand ich ein Projekt in Marketing-Kommunikation, in dem wir in einer Kleingruppe ein Pop-Up-Restaurant auf die Beine gestellt haben. Am Ende standen wir tatsächlich am Herd: Während der International Week an der Uni waren viele Gastdozenten von verschiedenen Partner-Universitäten aus ganz Europa angereist. Die durften wir dann in unserem Pop-Up-Restaurant bewirten. Das war mal etwas ganz Anderes.

Was gefällt dir an dem Studium in Kajaani?
Was mir richtig gut gefällt, ist, dass die Klassen hier sehr klein sind. Manchmal bestehen sie nur aus 15 Leuten. Das bietet natürlich ganz andere Möglichkeiten und man kann viel interaktiver arbeiten. Neben den Vorlesungen habe ich hier zwei Online-Kurse belegt, die ich komplett orts- und zeitunabhängig machen kann.

Wie verlief im Vorfeld die Absprache mit Arvato? Gab es Schwierigkeiten?

Nein, im Gegenteil. Aufgrund der zunehmenden Internationalisierung von Arvato Financial Solutions haben meine Mentorin und meine Abteilungsleiterin meine Idee sofort befürwortet und sich dafür eingesetzt, dass ich für die Zeit in Finnland vom Job freigestellt werde. Grundsätzlich sagt Arvato allen Studenten, die ins Ausland gehen, Unterstützung zu und übernimmt die Studiengebühren. Bei mir ist das hinfällig, weil im Erasmus-Programm keine Gebühren anfallen. Mir zahlt die Firma stattdessen meine Wohnheims-Miete, das ist echt klasse. Bei vielen organisatorischen Fragen hilft das International Office der Dualen Hochschule weiter.

Wie steht es mittlerweile um dein Finnisch?

Nicht sehr gut und ich gehe auch nicht davon aus, dass es noch viel besser wird, da Finnisch für uns sehr schwer ist. Mein Wortschatz beschränkt sich grob gesagt auf Hallo, Bitte und Danke. Meine Vorlesungen sind glücklicherweise alle auf Englisch.

Was fasziniert dich an Finnland?

Die Infrastruktur! Vor zwei Wochen hatten wir hier fast minus 30 Grad, aber es gibt kein Verkehrschaos. Die Straßen sind entweder freigeräumt oder aufgeraut, die Busse und Züge fahren überpünktlich. Viele Leute fahren im Winter sogar Motorrad und Fahrrad, das mache ich jetzt auch. Was Finnland besonders macht, ist natürlich die wunderschöne Natur. Vor allem die Sonnenuntergänge, in Kombination mit der verschneiten Landschaft.

Im Sommer verlagert sich das Leben sehr ins Freie und man vergisst ganz schnell die Zeit, da es nachts quasi nicht dunkel wird. Im Vergleich zum Winter ist das Leben viel aktiver und das spürt man überall, wo Menschen zusammenkommen.

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