Praxiserfahrung mal anders - Ein Exkurs nach Indien

Langsam, aber sicher kommt der Winter auch bei uns an. Die Temperaturen sinken und die kuscheligen Schals werden ausgepackt. Eine Reise ins Warme wäre jetzt genau das Richtige! Da das dieses Jahr nicht möglich ist, möchten wir die Zeit nutzen, um in Erinnerungen der letzten Winterreisen zu schwelgen. Kurz vor Weihnachten hatten Max Früh und Nicole Steinbrecher, unsere Absolventen des Jahrgangs 2017, letztes Jahr die Möglichkeit im Rahmen eines Seminars nach Indien zu reisen. Dort haben sie neben den spannenden Insights in andere Unternehmen, auch viel über die indische Kultur kennengelernt. Ihre Erfahrungen möchten sie nun in diesem Rückblick mit uns teilen und wir überlassen ihnen dafür das Wort!

Wie lief Euer duales Studium bei Arvato Financial Solutions grundsätzlich ab?

Während unserem dualen Studium bei Arvato Financial Solutions, durften wir uns täglich spannenden Aufgaben stellen. Diese gingen wir erfolgreich an, indem wir unser theoretisch erlerntes Wissen von der Dualen Hochschule in der Unternehmenspraxis anwenden konnten. Vom Unternehmen wurde uns die Möglichkeit gegeben, unsere Praxisphasen individuell nach unseren Vorstellungen zu gestalten, die für uns interessanten Projekte selbst auszusuchen und dabei zu unterstützen. Zudem konnten wir im Theoriesemester unsere Erfahrungen in praxisnahen Problemstellungen in den Vorlesungen einbringen. In den jeweils drei Monaten an der DHBW wird durch einen bunten Vorlesungsplan der Großteil des unternehmerischen Alltags abgedeckt und durch Seminare und Planspiele ergänzt.

Wie kam es zu Eurer Indien-Reise?

In unserem Studium unterstützte uns Arvato Financial Solutions nicht nur in der Organisation, die direkt mit dem Studium an der Hochschule zu tun hatte oder mit Projekten im Unternehmen. Vielmehr förderte Arvato Financial Solutions auch junge Talente insbesondere in der Persönlichkeitsentwicklung und machte es möglich, über den eigenen Tellerrand hinaus Erfahrungen zu sammeln. So war es auch im vergangenen Dezember, als uns ermöglicht wurde, im Rahmen eines Seminars an der Dualen Hochschule nach Bangalore in Indien zu reisen. Von diesem Erlebnis möchten wir euch gerne berichten, obwohl die gesammelten Erinnerungen gar nicht so leicht kompakt zusammenzufassen sind.

Was habt Ihr in Indien gemacht?

Die Seminarleiter gaben sich viel Mühe, das Programm für diese kurze Zeit so vielfältig wie möglich zu gestalten. So hatten wir den perfekten Ausgleich zwischen Unternehmensbesuchen, Kultur und Sightseeing.
Den ersten Tag verbrachten wir mit einer Besichtigung der Stadt Bangalore. Wir sind über einen sehr belebten Lebensmittel- und Blumen-Markt gelaufen, haben Tempel besucht und sind danach in ein Slum-Viertel gefahren, in dem uns ein Women-Empowerment-Projekt vorgestellt wurde. Die Frauen dort sammeln alte Reissäcke und Tetrapaks, reinigen diese, nähen daraus Taschen und verkaufen sie, um finanziell unabhängig zu sein. Obwohl dieser Slum nicht so heruntergekommen war, wie man es aus den Medien kannte, war diese Erfahrung sehr erdend für uns. Vor allem, weil die vielen Kinder mit so wenig auskommen und uns dennoch alle mit einem breiten Strahlen im Gesicht entgegenkamen. Unser Herz ging uns dann so richtig auf, als wir die Begeisterung über so etwas vermeintlich Normales wie Schokolade erleben durften.

Welche weiteren Erfahrungen konntet Ihr sammeln?

Die nächsten Tage durften wir die Unternehmen Bosch, Coca-Cola und deren Corporate Social Responsibility (CSR) Projekte besuchen, sowie die Marketing-Abteilung von Diageo und einer Lederfabrik. In den CSR Projekten wurde beispielsweise täglich Essen gekocht und an Schulen ausgeliefert oder die saubere Wasserversorgung eines kleinen Stadtteils sichergestellt. In Indien wird von solchen großen Unternehmen verlangt, dass sie nachhaltig wirtschaften und die Gesellschaft unterstützen.  Wir hatten weitergehend die Möglichkeit für unsere Seminararbeit indische und aus Deutschland entsandte Führungskräfte interviewen zu können.

Was bleibt Euch besonders in Erinnerung?

Was uns allen stark aufgefallen ist, war die freundliche und hilfsbereite Lebensweise der indischen Menschen, ungeachtet jeglicher sozialen Schicht oder Position. Wir waren vom Über-Service fast schon irritiert. Man wollte uns überall helfen oder uns gar einfache Anstrengungen vollständig abnehmen, wobei man sich fast schon etwas königlich behandelt vorkam. Das hat aber nichts mit einem Touri-Bonus zu tun – Inder und Inderinnen verhalten sich auch untereinander so.

Hat Euch etwas verwundert oder überrascht während Eures Aufenthalts in Indien?

Wir haben immer wieder zu spüren bekommen, dass sich Sprache, Essen, Kultur, Aussehen, etc. ändern, sobald man auch nur wenige Kilometer weiterreist. So haben uns auch viele Einheimische erzählt, dass sie eigentlich gar nicht verstehen können wie Indien ein Land sein kann, wenn es doch in sich so unterschiedlich ist. Sie können sich untereinander teilweise nicht mal in ihrer Muttersprache verständigen und müssen deswegen zu Englisch wechseln – In Indien gibt es ca. 20 Sprachen, die hauptsächlich gesprochen werden, darüber hinaus existieren jedoch weitaus mehr. In Sachen Essen konnten wir richtig leckere Gerichte durchprobieren, solange unser europäischer Magen das mitgemacht hat. Diese waren nämlich sehr scharf, aber für die meisten von uns so lecker, dass wir uns durch oftmaliges Bestellen schnell daran gewöhnen konnten.

Wie habt Ihr Eure Indienreise ausklingen lassen?

Zum Ausklang des Trips sind wir in einem Nachtbus, der mit Betten anstatt Sitzen ausgestattet war, elf Stunden lang nach Goa an die Küste gefahren. Dort haben wir die pure Sonne zusammen mit ein paar Kühen an einem traumhaften Strand genossen. So richtig weihnachtlich eben.   

Was ist Euer Fazit der vergangenen Reise?

Wir sind sehr froh, dass uns diese Erfahrung von Arvato Financial Solutions ermöglicht wurde! Schließlich haben wir nicht nur was über ein anderes Land, sondern auch etwas über uns selbst lernen können. Vor allem wurden wir wieder auf den Boden der Tatsachen gebracht und schätzen die Möglichkeiten, die uns geboten werden, deshalb nun umso mehr!

 

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