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05.01.2021

Gesetzesnovelle bringt Erhöhung der Inkasso-Gebühren: „Falsches Signal mitten in der Corona-Pandemie“

Gütersloh/Verl/Baden-Baden, 4. Januar 2021 – Paigo, die Forderungsmanagement-Plattform von Arvato Financial Solutions, hält die Gebühren für Verbraucher trotz der Novellierung des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes (RVG) zum 1. Januar 2021 stabil. Das überarbeitete Gesetz bringt eine Gebührenerhöhung von durchschnittlich 10 Prozent mit sich – auch für Inkassounternehmen. Dies dürfte in den meisten Fällen auf die Verbraucher durchschlagen, was Paigo in der gegenwärtigen Situation allerdings kritisch sieht.

Gesetzesnovelle bringt Erhöhung der Inkasso-Gebühren

Die Änderung des RVG ist am 1. Januar 2021 in Kraft getreten und umfasst unter anderem eine zehnprozentige Gebührenerhöhung – insbesondere mit Blick auf gestiegene Sach- und Personalkosten. Paigo, ein Unternehmen von Arvato Financial Solutions, befürchtet, dass die Änderung des RVG in vielen Fällen auf Seiten der Verbraucher zunächst zu einer Kostenerhöhung führen wird, bevor im Oktober mit einer neuen Inkassoregulierung eine Absenkung von Inkassovergütungen greift. Sven Schneider, Geschäftsführer bei Paigo, sieht das kritisch: „Wir setzen Vertrauen und Glaubwürdigkeit aufs Spiel, wenn wir betroffene Verbraucher in dieser wirtschaftlichen und sozialen Krise zusätzlich mit höheren Gebühren belasten.“ Denn die Corona-Krise habe die finanzielle Situation vieler Haushalte weiter verschärft. Laut Prognosen könnte die Überschuldungsquote infolge der Covid-19-Pandemie in diesem Jahr auf rund zehn Prozent steigen. Paigo will die Erhöhung deshalb abfedern und die Gebühren für die Verbraucher stabil halten. „Solange wir uns als Inkassounternehmen aus Transparenzgründen an das RVG anlehnen, ist die gesetzliche Gebührenanpassung zwar verpflichtend, wir werden diese jedoch auf eigene Kosten für den Verbraucher abfangen“, so Schneider.

Konkret will Paigo die gesetzliche Gebührenerhöhung ausgleichen, indem der Gebührenfaktor um 0,1 Punkte gesenkt wird. Das gleicht die Erhöhungen im Durchschnitt aus, die durch die Novelle des RVG entstehen. Kleinforderungen, für die Paigo bereits zuvor häufig geringere Vergütungen angesetzt hat, werden dadurch sogar erheblich stärker als um zehn Prozent entlastet.

Auswirkungen auf Verbraucher und Wirtschaft
Paigo ist ferner überzeugt davon, dass zusätzliche Kosten für Verbraucher auch negative Auswirkungen auf die Wirtschaft haben werden. Dazu sagt Florian Lampe, Geschäftsführer bei Paigo: „Durch unser Vorgehen erleichtern wir es Verbrauchern, ihre Rückstände auszugleichen. Mit positiven Folgen für die gesamte Volkswirtschaft; wir stärken die Beziehung zwischen Konsumenten und Unternehmen und fördern den Rückfluss überfälliger Zahlungen an Unternehmen, die gerade jetzt auf Liquidität angewiesen sind.“

Laut Paigo sendet diese Gesetzesergänzung inmitten der Corona-Pandemie das falsche Signal. Verbraucher und Unternehmen litten derzeit massiv unter den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise und brauchten mehr denn je Unterstützung. Paigo wolle angesichts der Gebührenerhöhung deshalb entsprechend gegensteuern: „Wir bei Paigo wollen, dass Menschen ihren Weg aus kritischen finanziellen Situationen wieder herausfinden und so ihre finanzielle Selbstbestimmung zurückerhalten“, unterstreicht Sven Schneider. „Wir sehen es als Teil unserer gesellschaftlichen Verantwortung, in der aktuellen wirtschaftlichen Lage die Gebühren soweit wie möglich stabil zu halten.“

 

 

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