Bonität und berechtigtes Interesse

Was versteht man unter Bonität und berechtigtem Interesse?

 

Unter Bonität versteht man die Kreditwürdigkeit von natürlichen oder juristischen Personen, also Privatpersonen oder Unternehmen, und deren Fähigkeit, Zahlungsverpflichtungen im Rahmen eines "Kreditgeschäfts" vertragsgemäß nachzukommen.

Kreditgeschäfte sind nicht nur Bankkredite. Auch Bestellungen auf Rechnung oder andere Verträge, bei denen ein Unternehmen in Vorleistung tritt (also Ware oder Dienstleistungen liefert und das Geld erst später erhält) sind sogenannte Kreditgeschäfte. Unternehmen, die mit Waren oder Dienstleistungen in Vorleistung treten, haben deshalb ein berechtigtes Interesse daran, Informationen über die Bonität/Kreditwürdigkeit ihres Kunden zu erhalten.

Ein berechtigtes Interesse nach § 29 Bundesdatenschutzgesetz liegt z. B. vor, wenn ein Unternehmen Waren auf Rechnung versendet oder einen Dienstleistungs- bzw. Werkvertrag schließen möchten, der mit einem wirtschaftlichen Risiko verbunden ist. Das gilt natürlich auch für laufende Geschäftsbeziehungen, die mit einem permanenten wirtschaftlichen Risiko verbunden sind. Die Einholung von Bonitätsauskünften durch Unternehmen sind bei den Tochtergesellschaften von Arvato Financial Solutions nur dann möglich, wenn ein berechtigtes Interesse vorliegt und glaubhaft dargelegt wurde.

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