FAQs zur Geschäftstätigkeit der infoscore Consumer Data GmbH

Wer ist die infoscore Consumer Data GmbH?
Die infoscore Consumer Data GmbH (ICD) ist ein Auskunfteiunternehmen, das als solches bei der zuständigen Datenschutzaufsichtsbehörde gemeldet ist. Die ICD speichert Daten zum Zweck der Erteilung von (Bonitäts-)Auskünften. Rechtlich gedeckt ist dies durch § 29 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG).

Was tut die ICD?
Die ICD speichert personenbezogene Daten, die Rückschlüsse auf das Zahlungsverhalten zulassen, und übermittelt diese auf Anfrage an ihre Vertragspartner. Vertragspartner sind zum Beispiel Banken, Versicherungen, Einzel- und Versandhandelsunternehmen, Internet-Shops sowie Telekommunikations- und Dienstleistungsunternehmen. Darüber hinaus gehören zu den Vertragspartnern Unternehmen, die Forderungen einziehen, wie etwa Inkassounternehmen, Abrechnungsstellen oder Rechtsanwälte sowie gewerbliche und private Vermieter.

Welche Art von Daten speichert die ICD?
Gespeichert werden nur Informationen zum vertragswidrigen Zahlungsverhalten und ggf. zur (Nicht-) Erreichbarkeit unter einer bestimmten Adresse. Bei der ICD sind  zum Beispiel Informationen über fällige, aber unbezahlte Rechnungen, eingeleitete Inkassoverfahren, gerichtliche Mahnverfahren, Zwangsvollstreckungsmaßnahmen, Eintragungen in den gerichtlichen Schuldnerverzeichnissen und Insolvenzverfahren gespeichert.

Woher stammen die personenbezogenen Daten der ICD?
Diese stammen aus den amtlichen Insolvenzveröffentlichungen sowie den Schuldnerverzeichnissen, die bei den Amtsgerichten geführt werden. Dazu kommen objektive Informationen der Vertragspartner der ICD über vertragswidriges Zahlungsverhalten basierend auf  gerichtlichen sowie außergerichtlichen Inkassomaßnahmen.

Warum übermittelt die ICD Daten zu Ihrer Person?
Die Daten dienen den anfragenden Unternehmen zur Beurteilung der Zahlungsfähigkeit bzw. -willigkeit von Personen, die mit dem Unternehmen in eine geschäftliche Beziehung treten möchten. Solche Auskünfte sind notwendig und erlaubt, um das Zahlungsausfallrisiko (z.B. bei einer Kreditvergabe oder beim Rechnungskauf) vorab einschätzen zu können.

Darf die ICD Ihre Daten ohne Ihre Einwilligung speichern und nutzen?
Ja. Die ICD darf gemäß § 29 Absatz 1 BDSG personenbezogene Daten über Zahlungsstörungen (Bonitätsnegativdaten) auch ohne Ihre Einwilligung speichern und nutzen.

Darf die ICD Ihre Daten weitergeben?
Ja. Die ICD darf diese Daten gemäß § 29 Absatz 2 BDSG auch ohne Einwilligung des Betroffenen weitergeben, wenn der Vertragspartner der ICD ein berechtigtes Interesse glaubhaft dargelegt hat. Ein solches besteht z.B. bei Rechnungskauf, bei Ratenzahlung oder bei Abschluss eines Kredit- oder Handyvertrags.

Kann ich die sofortige Löschung meiner Daten verlangen?
Nein. Ein sofortiger Löschungsanspruch besteht bei Daten zu vertragswidrigem Zahlungsverhalten grundsätzlich nicht, es sei denn, die Daten sind nicht korrekt oder zu Unrecht gespeichert.

Wann werden Daten zu negativem Zahlungsverhalten bei der ICD wieder gelöscht?
Daten, denen Inkassoverfahren zu Grunde liegen, werden nach Ausgleich der Forderung am Ende des dritten Jahres gelöscht. Daten zu Schuldnerverzeichniseintragungen werden direkt nach Ausgleich der Forderung oder aber spätestens nach drei Jahren gelöscht. Daten zu Insolvenzverfahren werden am Ende des dritten Jahres nach Erteilung der Restschuldbefreiung gelöscht.

Was kann ich tun, wenn die bei ICD gespeicherten Daten falsch sind?
Nach Erhalt Ihrer Selbstauskunft können Sie überprüfen, ob die bei der ICD gespeicherten Daten korrekt sind. Falls die Daten aus Ihrer Sicht falsch sind, sollten Sie hierzu genaue Angaben machen und, sofern möglich, der ICD auch entsprechende Unterlagen zusenden. Auf Basis dieser Angaben und Unterlagen wird die ICD dann die Daten überprüfen und erforderlichenfalls korrigieren oder löschen.