header-logo-white logo primary header-logo-white
search icon search icon

Smarte Knöllchen: Wie sich Parkverstöße digital abrechnen lassen

Park- und Ticketing-Apps gehören in Deutschland vielerorts schon zum innerstädtischen Alltag. Digitale Bezahlverfahren bei Parkverstößen sind indes bei weitem noch nicht so verbreitet. Doch es gibt gute Ansätze, um auch hieraus eine echte Customer Journey zu machen.

blog-image

Einen Parkplatz in der Innenstadt zu suchen, ist in der Regel kein großes Vergnügen. Erst recht nicht, wenn man ortsfremd, müde, unter Zeitdruck oder alles auf einmal ist. Hier kann die Digitalisierung gestressten Auto- und Beifahrern in Form von Apps für die Parkplatzsuche ungemein weiterhelfen. In anderen Ländern hat sich bereits gezeigt, dass die Fahrzeit um 30 bis 40 Prozent verkürzt werden kann, wenn über Apps verfügbare Parkflächen angezeigt werden. Smart Parking inklusive Ticketing ist bereits etablierte Praxis.

 

Nachholbedarf bei Parkverstößen


Noch nicht ganz so weit vorangeschritten ist die Digitalisierung im Bereich der Parkverstöße. Die Abwicklung von Forderungen für Falschparken findet in Deutschland auf die gleiche Weise statt wie eh und je: Wer sein Fahrzeug im Halteverbot oder unberechtigt auf einem unbeschrankten privaten Parkplatz – zum Beispiel vor Supermärkten, Bahnhöfen oder auf Firmengeländen – abgestellt hat, findet den Strafzettel als „Knöllchen“ unter den Scheibenwischer geklemmt, ausgestattet mit Überweisungsträger oder der aufgedruckten Bankverbindung.

Noch schwieriger wird der Prozess im internationalen Kontext: Fahrer aus dem Ausland, zum Beispiel Touristen oder Geschäftsreisende, können in vielen Fällen nichts mit der Nachricht an ihrem Auto anfangen. Sprachbarrieren, fehlende Informationen und unbekannte Zahlarten führen dazu, dass viele Forderungen am Ende nicht bezahlt werden. Hinzu kommt, dass es für Parkraumbewirtschafter oft schwieriger oder gar unmöglich ist, ausländische Fahrzeughalter und ihre Kontaktdaten zu ermitteln. So entfällt die Möglichkeit, ihnen die Rechnung für Falschparken im Nachhinein zukommen zu lassen. Das macht die Abwicklung dieser Parkverstöße zur Herausforderung und führt zu hohen Zahlungsausfällen – Tendenz steigend, da die Zahl der internationalen Parkverstöße in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen ist.

 

Self-Service-Portal für moderne Customer Journey

Um die Abwicklung von Parkverstößen für alle Beteiligten deutlich zu verbessern, ist die Digitalisierung auch in diesem Bereich überfällig. Dabei sind einige Ansätze denkbar – beispielsweise in Form von QR-Codes auf den Belegen, die den Parksünder direkt auf ein Self-Service-Portal lenken. So kann er die Forderung bequem online bezahlen und damit die Angelegenheit sofort erledigen. Die Gefahr, dass sie im Alltag in Vergessenheit gerät, entsteht erst gar nicht. Für ausländische Fahrzeughalter wird der Zahlungsbeleg direkt in der jeweiligen Landessprache ausgestellt und er erhält über das Self-Service-Portal weitere Informationen zum Verkehrsverstoß sowie eine Auswahl an internationalen Zahlarten inklusive seiner lokalen Payment Heroes.

Ebenfalls erforderlich ist ein integriertes Reklamationsmanagement mit weiteren Angeboten: So kann das Portal zum Beispiel dem Fahrzeughalter die Möglichkeit geben, die Daten des Fahrers anzugeben, wenn er den Parkverstoß nicht selbst begangen hat. Falls das Parkticket vor Ort versehentlich im Portemonnaie statt hinter der Windschutzscheibe gelandet ist – auch kein Problem; das Portal bietet dem Nutzer die Möglichkeit, das Ticket einfach und bequem nachträglich dort hochzuladen.

 

Automatische Nummernschilderkennung macht Parking-Services komfortabel

Bei der Abwicklung des Parkprozesses kann die Automatische Nummernschilderkennung (Automatic Number Plate Recognition, ANPR) gute Dienste leisten. Sie wird beispielsweise in Norwegen schon erfolgreich durch Arvato Financial Solutions für Ticketing und Collection angeboten und u. a. von APCOA genutzt, Europas größtem privaten Parkraumbewirtschafter. Mit ANPR lassen sich Fahrzeughalter bereits bei der Einfahrt auf das Parkplatzgelände ermitteln. Das reduziert Parkverstöße und schafft gleichzeitig gute Möglichkeiten für das bargeldlose Bezahlen: Der Fahrer bekommt das Parkticket direkt per App aufs Handy, er muss nicht mehr am Ticketautomaten bezahlen und später bei der Ausfahrt umständlich mit der Parkkarte an der Schranke hantieren. Für ausländische Fahrzeughalter kann der Bezahlvorgang in der jeweiligen Landessprache und mit den gängigen Zahlmethoden angeboten werden.

 

Bezahlen, verwalten, reklamieren – alles mit einer Lösung von Paigo

Ich bin überzeugt: Eine integrierte, digitale und ansprechende Lösung kann auch die Abwicklung von Parkverstößen zu einer “Customer Journey ” werden lassen. Mit einem Self-Service-Portal, das im Übrigen als White Label nahtlos in die Umgebung des jeweiligen Parkraumbewirtschafters integriert werden kann, kann die Zahlerquote deutlich verbessert werden. Denn in vielen Fällen, in denen Strafzettel nicht beglichen werden,mangelt es schlicht an Verständnis und Convenience und nicht an Zahlungsbereitschaft.

Darüber hinaus ist auch die Integration in angrenzende Dienste für private Parkplätze und -häuser ebenso wie für den öffentlichen Raum zielführend.
Ich bin mir sicher, dass wir mit unseren Abrechnungs-, Bezahl- und Reklamationsdiensten die Parken-Branche maßgeblich bei der Mobilitätswende unterstützen werden.
Denn damit wäre es für Anbieter möglich ihr Angebot um weitere Dienste wie das Aufladen von Elektroautos oder z.B. den Verleih von E-Scootern einfach auf einer Abrechnungsplattform zu erweitern. Das ermöglicht sowohl Kosteneinsparungen als auch neue Ertragsströme.

 

Möchten Sie mehr erfahren? Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf!

 

Rudolf Funk

VP Mobility Paigo

E-Mail:
rudolf.funk@arvato.com

Tel:
+49(5241)80-43355

Related content