Liquidität und Cashflow

Cashflow: Liquidität sichern für Ihren Unternehmenserfolg

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Planung und Management von Cashflow und Liquidität sind zentrale Aufgaben in jedem Unternehmen. Immer unübersichtlichere Märkte stellen jedoch eine große Herausforderung dar und führen zu Unsicherheiten. Wie Sie trotzdem Ihren Cashflow sichern und Ihre Liquidität nachhaltig verbessern können, erfahren Sie in unseren Artikeln.

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Was bedeutet Liquidität? Eine Definition

 

 

Liquidität ist die Befähigung, allen Zahlungsverpflichtungen zur vereinbarten bzw. erforderlichen Zeit nachzukommen. In Unternehmen betrifft das beispielsweise Lohnkosten, Miete, Nebenkosten oder offene Rechnungen.

 

 

 

 

Cash Flow- und Liquiditätsplanung

Um Ihren Cashflow und damit den Erfolg Ihres Unternehmens zu garantieren, ist eine funktionierende Liquiditätsplanung unverzichtbar. Das primäre Ziel dieser Planung ist es sicherzustellen, dass Ihr Unternehmen zu jedem Zeitpunkt zahlungsfähig ist. Dabei sollen die Kosten im Zahlungsverkehr möglichst gering gehalten werden, ebenso wie die Kosten der Liquditätsbereitstellung. Durch effektive Liquiditätsplanung beliefern Sie das Risikomanagement mit den wichtigsten Kennzahlen und ermöglichen so frühzeitiges Handeln.

Möglichkeiten zur Verbesserung Ihrer Liquidität

Um Ihre Liquidität zu verbessern gibt es verschiedene Möglichkeiten den Überblick über die eigenen Finanzen zu behalten.

Working Capital Management nimmt sowohl die internen Prozesse (wie z. B. Lagerhaltung und Produktion) in den Blick, als auch den Umgang mit Forderungen an Kunden und die eigenen Verbindlichkeiten. Diese Bilanzkennzahl gibt Auskunft über die Finanzkraft eines Unternehmens. 

Bestandsmanagement zielt darauf ab, möglichst wenig Kapital im Unternehmen selbst fest zu binden. Mit optimiertem Bestandsmanagement haben Sie immer genau die richtige Menge an Ware in Ihrem Lager, sodass es nicht zu Engpässen, aber auch nicht zu einer übermäßig hohen Kapitalbindung kommt. Maßnahmen des Bestandsmanagements können unter anderem sein:

  • Produktion auf Lager verringern
  • Lager leeren, z. B. durch Sonderpreise oder -verkäufe
  • Verkauf von nicht notwendigen Anlagegütern
  • Leasing von Anlagegütern, z. B. Produktionsanlagen oder Büroeinrichtung
  • Sale-and-lease-back-Modelle – z. B. Immobilien verkaufen und zurückmieten
  • Geplante Investitionen auf Notwendigkeit hin prüfen
  • Outsourcing von Arbeitsschritten, die günstiger einzukaufen als selbst zu erledigen sind
  • Wareneinkauf finanzieren lassen

Forderungsmanagement setzt sich mit den Forderungen an Dritte auseinander, um Ihr Unternehmen vor Zahlungsausfällen abzusichern. Effektive Methoden des Forderungsmanagements können sein:

  • Möglichst günstige Zahlungsmethoden anbieten
  • An der Rechnungsstellung arbeiten
  • Rechnungen schneller stellen
  • Kürzere Zahlungsziele setzen
  • Skonto anbieten
  • Zahlungsausfälle von vornherein vermeiden
  • Factoring-Angebote nutzen und so Forderungen direkt beglichen bekommen
  • Optimierung des Mahnwesens, um möglichst viele säumige Zahler schnell und reibungslos zur Zahlung zu bewegen
  • Inkasso optimieren, um die Beziehung zu säumigen Kunden nicht zu sehr zu beeinträchtigen
  • Abtretung von Forderungen, die trotz Mahnung und Inkasso nicht gezahlt werden
  • Outsourcing des kompletten Order-to-Cash-Prozesses an einen Dienstleister

Verbindlichkeitsmanagement versucht, die eigenen Verbindlichkeiten so zu behandeln, dass die Liquidität möglichst wenig darunter leidet. So werden Zahlungsabläufe innerhalb des Unternehmens nachhaltig optimiert:

  • Zahlungsziele ausnutzen
  • Optimierung gewährter Skonti
  • Supply Chain Finance
  • Umschuldung von kurzfristigen in langfristige Darlehen mit geringeren Zinsen
  • Debt Equity Swap: Verbindlichkeiten werden in Unternehmensanteile getauscht. Diese Maßnahme kommt allerdings nur bei der Sanierung oder kurz vor Insolvenzen zur Anwendung.

Forderungsverkauf - Erfolgsfaktoren auf einen Blick

Eine überfällige Bestellung aus dem Online-Shop, die verdrängte Handy- oder Stromrechnung oder hohe Kosten für das Mietauto – in nahezu jeder Branche gibt es säumige Kunden, die Unternehmen täglich vor Herausforderungen stellen.

Dann ist der Verkauf der zahlungsgestörten Forderungen ein sinnvoller Schritt. Erhöhen Sie Ihre Liquidität und verringern gleichzeitig den internen Arbeitsaufwand.

Erfolgsfaktoren

Um aus dem Prozess des Forderungsverkauf schließlich Innovationskapital zu schöpfen, sind einige Erfolgsfaktoren entscheidend: 

1. Den richtigen Zeitpunkt festlegen

2. Transparenz einfordern, nachhaltige Angebote erkennen

3. Seriöse Beitreibung sicherstellen – auch international

 

Liquiditätssicherung in großen Konzernen

Grundsätzlich sind die oben genannten Instrumente effektiv und empfehlenswert. Darüber hinaus gibt es aber noch andere Ansätze, die oft bei Konzernen Anwendung finden:

Cash-Pooling

Bei der Liquiditätssicherung durch Cash Pooling kümmert sich die Konzernobergesellschaft um das Finanzmanagement. Dabei erfolgt ein Ausgleich zwischen den einzelnen Unternehmen eines Konzerns: überschüssige liquide Mittel werden abgezogen, im Falle eines Engpasses werden andersherum Kredite (zu marktüblichen Zinsen) vergeben. Erst wenn die konzerninternen Mittel nicht ausreichen, werden externe Mittel hinzugezogen. Bei Cash-Pooling wird zwischen einer echten und unechte Variante unterschieden:

  • Echtes Cash Pooling: Die Mittel werden tatsächlich hin und her überwiesen.
  • Unechtes Cash Pooling (auch: Notional Pooling): die Kontosalden werden nur fiktiv gegenübergestellt und die Zinsen am Hauptkonto berechnet.

 

In Deutschland ist die praktikable Lösung für Cashflow-Fragen legal und durchaus gängig, allerdings sind die Regeln nicht einmal innerhalb Europas vergleichbar und können sich stark voneinander unterscheiden.

 

Private Equity

Unter Private Equity versteht man Kapital auf Zeit für nicht börsennotierte Unternehmen. Auch hier gibt es verschiedene, gängige Formen:

  • Management Buy Out
  • Leveraged Buy Out – fremdfinanzierte Übernahme
  • Private-Equity-Gesellschaften
  • Private-Equity-Fonds

 

Spin-Off

Spin-Off beinhaltet den Verkauf von Unternehmensteilen, bei dem 100% des jeweiligen Bereichs verkauft werden. Aktionäre werden in so einem Fall entsprechend durch Aktien entschädigt.
Diese Form der Liquiditätssicherung bietet sich zum Beispiel an, wenn ein innovatives Produkt oder eine Dienstleistung entwickelt wurde, das gute Marktchancen hat, aber nicht zu einhundert Prozent zum eigenen Mutterkonzern passt.

 

Equity Carve-Out

Beim Equity Carve-Out wird nur ein Bereich eines Unternehmensteils wird verkauft. Dabei handelt es sich in der Regel um weniger als 50%, um die Entscheidungsgewalt über den Unternehmensteil zu behalten. Der Konzern behält so die Kontrolle über das ausgegründete Unternehmen, kann aber den Erlös aus dem Verkauf einstreichen.