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Für alle Fälle Factoring

Jan Blume
19.01.2021 | 4 minutes
Factoring für mehr Liquidität

Wie und wo Factoring wirkt

Diese beeindruckende Serie ist trotzdem nicht der spannendste Aspekt der Branchenzahlen, immerhin ist die schiere Nummer der Factoring-Kunden auf 90.300 gestiegen. Deutlicher lässt sich kaum belegen, dass Factoring bei Betrieben verschiedenster Größenordnung als attraktives Tool zur Finanzierung angekommen ist. „Während Unternehmen früher vorrangig klassische Instrumente nachgefragt haben, gewinnen Alternativen mit Service-Komponente immer mehr an Bedeutung“, erinnert sich Jan Blume, Senior Sales Manager bei der BFS finance GmbH.

Factoring ist im Trend

Die Einstellung zum gelegentlich auch als Umsatzfinanzierung bezeichneten Service hat sich gerade in den letzten Jahren deutlich gewandelt. Zum einen sind erfolgreiche Vorreiter erfahrungsgemäß fast immer die beste Werbung, während außerdem ein Generationenwechsel in den Leitungsgremien mitverantwortlich für die wachsende Aufgeschlossenheit unter ambitionierten Unternehmern sei. Anhand von zwei praktischen Beispielen – die es hierzulande so oder so ähnlich geben könnte – veranschaulichen wir, wie und wo Factoring wirkt!

Ausgebremstes Wachstum

UseCase Holzhandel Heimlich

Als erster Fall soll uns Holzhandel Heimlich dienen, wobei es sich um einen Betrieb in Nordrhein-Westfalen handelt. Das erst seit drei Jahren existierende Unternehmen hat sich eine eigene Nische geschnitzt und bietet seiner Kundschaft exklusive Holzarten für Treppen, Verkleidungen oder andere Elemente des Innenausbaus an. Klassisches Bauholz gehört nicht zum Sortiment.

Holzhandel Heimlich hat sich bislang eine Bankfinanzierung zunutze gemacht und konnte relativ schnell einen respektablen Jahresumsatz von 2,5 Millionen Euro verzeichnen. Damit befindet es sich innerhalb des Umsatzsegments bis zehn Millionen, das als typisch für kleine und mittlere Unternehmen gilt (… und überwiegende 92 Prozent der Factoring-Kunden beherbergt). Dennoch zweifelt die zuständige Bank hinsichtlich der näheren Zukunft und weigert sich, das rasante Wachstum weiter zu finanzieren. Warum?

Gerade bei jungen Unternehmen ist ein Umsatzwachstum schnell erzielt, da die Ausgangsbasis niedrig ist.

In einer Situation wie dieser seien viele Banken zunächst einmal an einer Konsolidierung interessiert; würden also erwarten, dass die Unternehmensstrukturen mitwachsen.

Tatsächlich ist im Falle von Holzhandel Heimlich eine gewisse Personalnot zu beklagen, die speziell die Buchhaltung betrifft. In diesem Bereich treten häufiger Probleme auf. Bei einem Umsatz von 250.000 Euro mag ein Unternehmer alle relevanten Abläufe noch alleine managen können – wenn der Umsatz plötzlich auf eine Million ansteigt, fällt allerdings wesentlich mehr Arbeit als vorher an. Dann gilt es, die passenden Mitarbeiter zu finden.

Finazierungsspritze durch Factoring

Nicht die einzige Hürde, die gerade einem noch nicht langfristig erprobten Unternehmen bei der Bankfinanzierung begegnen kann. „Häufig erfordert Umsatzwachstum frische liquide Mittel, die eine Bank nicht ohne weiteres zur Verfügung stellt“, erklärt Blume. „In der Regel erwarten die Kreditinstitute die Stellung von werthaltigen Sicherheiten.“

Gemäß des Arvato-eigenen „Your backbone for growth“-Slogans sieht Blume das Factoring deshalb als optimalen Begleiter für Geschäftsleute, die sich auf einem aussichtsreichen Weg nicht ausbremsen lassen möchten. Neben den gestellten Forderungen verlangt das Factoringinstitut keine zusätzlichen Sicherheiten; die gewährte Liquidität steht stattdessen in direktem Verhältnis zum Umsatz, den das Unternehmen erzielt. Steigen die Forderungen, wachsen die Kreditlinien für gewöhnlich also mit.

Im Umsatzsegment von Holzhandel Heimlich ist nur ein Full-Service-Factoring möglich. Dadurch kann sich das Unternehmen auf sofortige Liquidität verlassen, den eigenen Verwaltungsapparat – insbesondere die überforderte Buchhaltung – entlasten und unabhängig vom Wohlwollen der Bank agieren.

Rosige Aussichten mit Risiko

UseCase Blütezeit

Nicht immer steht die Fähigkeit eines Unternehmens, den eigenen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können, im Mittelpunkt von Factoring-Maßnahmen. Bei Blütezeit haben wir es zum Beispiel mit einer etablierten Blumenzucht nahe der niederländischen Grenze zu tun, die Gärtnereien in ganz Europa zu ihren Kunden zählt.

Das Unternehmen setzt ebenfalls auf eine Hausbankfinanzierung und kann einen Jahresumsatz von 17,5 Millionen Euro vorweisen. Es liegt in der Natur der Dinge, dass das Geschäft saisonalen Schwankungen unterliegt, mit der sich die zuständige Bank bisweilen schwertut. Die Linien werden unterschiedlich in Anspruch genommen; das heißt, dass zu Saisonspitzen mehr Kontokorrentkredit benötigt wird. Auch die vielen ausländischen Debitoren sorgen durch damit verbundene Ausfallrisiken für eine gewisse Unsicherheit. Für Blütezeit ergibt es an dieser Stelle Sinn, auf eine Inhouse-Variante des Factorings als Ergänzung zur Hausbankfinanzierung zurückzugreifen. Dabei verbleibt das Debitorenmanagement in den Händen des Kunden, während das Factoringinstitut die anfallenden Forderungen finanziert und überdies eine vollumfängliche Übernahme des Ausfallrisikos gewährleistet.

„Das Problem ist die Beitreibung der Forderungen“, gibt Blume Einblick. „Unternehmer scheitern häufig daran, ihr Recht im Ausland durchzusetzen. Dies liegt im Wesentlichen an den unterschiedlichen Rechtssystemen. Durch die Übernahme der Delkredere-Funktion haben unsere Kunden mit diesem Thema keine Sorgen mehr.“

Trend mit Mehrwert

Durch seine Eigenschaft als Wachstumsförderer ist Factoring insgesamt also nicht nur für aufstrebende Unternehmen interessant, sondern unter den richtigen Umständen auch zur Korrektur einer wirtschaftlichen Schieflage geeignet. Ferner ist es flexibel und ermöglicht – wie etwa im Falle von Blütezeit – maßgeschneiderte Lösungen.

Zudem wird „die Nichtinanspruchnahme der Factoring-Linie“ nicht berechnet, was einen Vorteil darstellt, den andere Finanzierungsmöglichkeiten oftmals nicht bieten. Zu dem generellen Serviceaspekt kommt noch der Forderungsausfallschutz dazu. Insofern wundert es kaum, dass dem Factoring eine positive Zukunft prognostiziert wird. „Wir haben es hier mit einem ausgereiften und gut funktionierenden Produkt zu tun“, zeigt Jan Blume sich zufrieden. 

Deshalb dürfen wir gerade hinsichtlich der Akzeptanz in der Wirtschaft mit weiteren Fortschritten in den kommenden Jahren rechnen. Allein aufgrund der zahlreichen Mehrwerte wird der Trend zum Factoring anhalten!

Wollen auch Sie vom Trend mit Mehrwert profitieren?

Jan Blume
Senior Sales Manager B2B Factoring

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