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Warum wir mit stabilen Inkasso-Gebühren auch Unternehmen helfen

Die Novelle des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes (RVG) bringt eine Gebührenerhöhung von durchschnittlich zehn Prozent mit sich – auch für Inkassounternehmen. Die Kosten dürften in den meisten Fällen direkt bei den Verbrauchern durchschlagen. Wir bei Paigo gehen diesen Weg nicht mit – weil wir die Folgen für Verbraucher und Unternehmen im Blick haben.
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Mit dem 1. Januar 2021 trat eine Novelle des RVG in Kraft. Sie umfasst neben anderen Aspekten eine Gebührenerhöhung um etwa zehn Prozent, die auch für Inkasso-Verfahren gilt. Gesetzlich geregelt können so seit Januar höhere Gebühren für Sach- und Personalkosten angesetzt werden. Die Folge: höhere Inkasso-Gebühren und damit höhere finanzielle Belastungen für Verbraucher. Mittelbar wird sich das auch bei den Unternehmen selbst bemerkbar machen – mit geringeren bzw. verzögerten Zahlungseingängen und negativen Auswirkungen auf die Kundenbeziehung. Aus unserer Sicht ist eine Gebührenerhöhung inmitten der Corona-Pandemie das falsche Signal. Wir bei Paigo werden die Erhöhung abfedern und die Gebühren für die Verbraucher stabil halten – im Sinne unserer Kunden.

Wir wollen negative Auswirkungen für die Wirtschaft abfangen
Auf den ersten Blick scheint es so, als ob höhere Inkassogebühren für Verbraucher kein Thema für Unternehmen sind. Schließlich leitet das Unternehmen die Inkassogebühren als Verzugsschaden an die Konsumenten weiter. Allerdings wäre das zu kurz gedacht. Denn: Zusätzliche Kosten für Verbraucher haben am Ende auch negative Auswirkungen für Unternehmen. Hier nur ein paar Beispiele:

  • Längere Verfahren: Verbraucher in finanziellen Notlagen benötigen durch höhere Gebühren länger, um ihre Rückstände vollständig wieder begleichen zu können. Mit längeren Verfahren können höhere administrative Aufwände entstehen.
  • Geringere Liquidität: Gerade in der aktuellen Situation sind viele Verbraucher nur in der Lage, ihre offenen Forderungen in monatlichen Teilzahlungen abzuzahlen. Dabei werden von Rechts wegen zunächst die entstandenen Kosten und Gebühren und zuletzt die eigentliche Forderung bedient. Die Gebühren-Erhöhung verlängert somit grundsätzlich die Rückflüsse überfälliger Zahlungen an die Wirtschaft, die in der Krise liquide Mittel besonders benötigt.
  • Höheres Risiko eines Zahlungsausfalls: Verlängert sich der Prozess der Rückzahlung aufgrund höherer Gebühren, wächst damit letztlich die Gefahr eines Zahlungsausfalls. Das belastet langfristig auch die Bilanzen auf Unternehmensseite.
  • Verlust des Kunden: Höhere Gebühren sind gerade in der aktuellen Situation schwer vermittelbar und belasten die Beziehung zwischen Unternehmen und Verbrauchern. Damit steigt die Gefahr, dass die Kundenbeziehung dauerhaft beschädigt wird und verloren geht.
  • Schwindende Kaufkraft: Gerade Verbraucher in einer finanziellen Notsituation wird es durch die höheren Inkasso-Gebühren schwerer gemacht, ihren Weg zurück zur finanziellen Selbstbestimmung zu finden. Dadurch können sie nicht im gleichen Umfang am Wirtschaftsleben teilnehmen. Mangelnde finanzielle Mittel und geringes Vertrauen in die eigene Zukunft senken nachvollziehbar die Ausgabebereitschaft.

Wie wir die Gebühren stabil halten
So wie die meisten Inkassounternehmen lehnt sich Paigo aus Gründen der Transparenz bei seinen Gebühren an das RVG an. Damit einher geht auch, dass wir verpflichtet sind, die Gebühren auf der Basis der RVG-Novelle anzupassen. Wir bei Paigo haben allerdings entschieden, dass wir die Gebühren für die Verbraucher stabil halten. Konkret werden wir daher den zugrundeliegenden Gebührenfaktor in allen Fällen um 0,1 Punkte senken. Das gleicht die Erhöhungen im Durchschnitt aus, die durch die Novelle des RVG entstehen. Für Unternehmen als unsere Kunden ändert sich nichts, alle bestehenden Vereinbarungen gelten weiter.

Stabile Gebühren als Teil unserer gesellschaftlichen Verantwortung
Verbraucher und Unternehmen leiden derzeit massiv unter den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie. Wir sind davon überzeugt, dass sie daher mehr denn je Unterstützung benötigen. Eines der wichtigsten Ziele bei Paigo ist es, dass Menschen ihren Weg aus kritischen finanziellen Situationen herausfinden und wieder aktiv am Leben, auch als Konsument, teilhaben können. Das ist dann nicht nur gut für die Verbraucher selbst, sondern auch für die deutsche Wirtschaft. Deshalb sehen wir es als Teil unserer gesellschaftlichen Verantwortung, die Gebühren jetzt nicht zu erhöhen.

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